Mein Sohn trägt Kleider

Am Morgen bemerkst du beim Anziehen deines Sohnes das seine Kleidung zu eng geworden ist und besprichst mit ihm, dass du nach dem Kindergarten mit ihm zusammen neue Kleidung kaufen möchtest.

Im Laden angekommen sieht dein Sohn Kleider hängen und möchte auch eins.
Wie reagierst du?

Danke Anna, dass du mich im Rahmen deiner #produktivBloggen Challenge darauf aufmerksam gemacht hast über ein Thema zu schreiben zu dem ich eine ganz klare Haltung habe und mich damit (leider) abhebe.

Dir, liebe Alex, bin ich zutiefst dankbar, für deine offenen und ehrlichen Worte im Interview am Ende des Artikels, die mich sprachlos gemacht haben. Ja, ich stehe dafür, dass es wichtig ist Kindern Werte zu vermitteln: Ein Wert ist Toleranz! Und da bist du definitiv ein Vorbild, nicht nur für deine Kinder!

Mädchen tragen Kleider

Kleid

„Schau, da drüben ist die Jungenabteilung.
Kleider tragen nur Mädchen. Deshalb hängen sie ja auch in der Mädchenabteilung.“
Eine sinnvolle Erklärung!?!
Ja, Mädchen tragen Kleider.
Warum eigentlich Jungs nicht?
Chic wie Mamas Kleid soll es sein, aber trotzdem spiel- und tobetauglich.

Geschlechtergetrennte Abteilungen in Bekleidungsläden

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es in Bekleidungsläden geschlechtergetrennte Abteilungen gibt?
Warum eigentlich?
Tragen Mädchen nicht auch Jeans?
Ich bin übrigens in meinem kompletten Leben (so weit wie ich mich zurück erinnern kann) nicht einmal gefragt wurden warum ich eine Jeans trage und die dann auch noch blau ist.
Warum ist es nicht normal, dass Jungen auch Kleider tragen?

Was ist weiblich? Was ist männlich?

Welchen Stellenwert messen wir der „Weiblichkeit“ und der „Männlichkeit“ in unserer Gesellschaft zu?
Bricht ein Mensch mit dieser Hierarchie im Ganzen, wenn er sich dieser geschlechtlich genormten Kleiderordnung nicht unterzieht?
Genau das ist der Grund, warum Menschen andere Menschen verspotten, deren Kleidung und Aussehen nicht gesellschaftsangepasst ist.

Deine Gefühle

Was denkst du, wenn dein Sohn ein Kleid möchte?
Wie fühlst du dich?
Was denken dann die anderen über dich und deinen Sohn?
Hast du Angst?

Geschlechtsabhängige Farben

Du gehst an einem Erwachsenen mit einem Kinderwagen vorbei, in dem ein Kind mit einem roten Pullover liegt. Automatisch denkst du, dass es sich um ein Mädchen handeln muss.
Aber warum?
Sind die Farben geschlechtsabhängig?

Rot, rosa – Mädchen
Blau – Jungen

Und wenn ein Mann ein rosa Hemd trägt ist er dann automatisch schwul?

Geschichtlicher Exkurs in das 17. / 18. Jahrhundert

Barock

Im Barock- und Rokoko-Zeitalter (17. und 18. Jahrhundert) näherte sich die Männer- und Frauenmode einander an.
König Ludwig XIV. hatte nicht nur die politische Macht, sondern bestimmte auch die Mode. So führte er am französischen Hof die Allongeperücke ein. Die Männer der unteren Schichten trugen ihr Haar möglichst lang, da Perücken zu teuer und zudem hinderlich bei der Arbeit waren.
Auch trugen sie Seidenstrümpfe und Schuhe mit Absätzen.

Kleid ja, aber nur zu Fasching

Zu Fasching dürfen sich Menschen verkleiden. Das ist es auch als Junge völlig okay ein Kleid zu tragen: ist ja nur einmal im Jahr und nur an einem Tag.
An dem Tag dürfen Menschen in verschiedene Rollen schlüpfen, sich schminken, Perücken tragen.
Aber bitte nicht außerhalb des Faschings.

Zuhause ist es okay ein Kleid zu tragen

Aber nur zu Hause.
Und nicht in der Öffentlichkeit.
Was vermittelst du damit deinem Kind?
Er kann ein Bedürfnis haben, du erfüllst es ihm auch, aber bitte nur zu Hause.
Da, wo es keiner sieht!
Heimlich!
Warum darf dein Kind in der Öffentlichkeit nicht so sein wie er ist?
Sich frei fühlen?
Jedoch seine eigenen Bedürfnisse, Interessen und Leidenschaften in Frage stellen und sich dafür schämen müssen?

Wenn aus Scham Eifersucht wird

Andere Kinder in der Kleidung zu sehen, die man selbst gerne tragen möchte, es jedoch nicht darf aus Scham bloßgestellt zu werden, bringt das Gefühl der Eifersucht, des Neides und der Missgunst mit sich.
Aus dieser kann Abwertung und Hass werden.
Wie darf daraus Gleichberechtigung, Toleranz und Meinungsfreiheit, Individualität werden?

Aussehensverbote bei Frauen?!

Stellen wir uns einmal kurz vor, dass Frauen mit folgenden Verboten konfrontiert werden würden:
• Sie dürften sich nicht mehr schminken!
• Keine High – Heels mehr tragen!
• Keine kurzen Haare mehr haben!

Warum darf dein Sohn keine Kleider tragen?

Kleid

Wie geht es Menschen, die beide Geschlechter haben?

Genau dazu habe ich mit Alexander Hözl ein Interview geführt:

Wie redet man Sie denn eigentlich korrekt an (Herr, Frau, …)?

Ich kann es nicht erzwingen, ob ich als Frau oder als Mann gelesen werde. Diese Fremdwahrnehmung beruht auf mehreren Faktoren wie Körperform, Körpersprache und Stimme. Deswegen ist mir die Anrede nicht so wichtig, auch, wenn in meinem Pass mittlerweile ein „F“ steht und ich vor dem Gesetz eine Frau bin.

Da ich mir selbst die Freiheit nehme, mein „ich“ frei von Gender-Stereotypen zu leben, so gestehe ich auch jedem Menschen das Recht zu, mich so anzusprechen, wie er mich sieht bzw. empfindet.

Wie fühlt sich das an, eine nicht binäre Geschlechtsidentität zu haben? Fühlen Sie sich manchmal mehr als Mann, manchmal mehr als Frau – oder ist es ganz anders?
Ich wechsle nicht zwischen den Geschlechtern – fühle mich nicht manchmal mehr so, oder mehr so. Ich bin einfach ich, eine weibliche Seele, die in einem männlichen Körper zur Welt kam und der man, durch Erziehung, Kindergarten, Schule und Pubertät eine Rolle aufzwingen wollte, die ich dauerhaft nicht erfüllen konnte.

Warum ich mich dann als nicht binär bezeichne?
Weil ich eine Realistin bin und die männliche Pubertät nicht ungeschehen gemacht werden kann. Sie ist ein Teil von mir.
Die jahrelange gesellschaftliche und kulturelle Indoktrinierung des „Mannseins“ hinterlässt Spuren, die sich tief in die eigene Identität eingebrannt haben.
Für mich ist das Geschlecht eine Symbiose aus Körper und Geist.

Auch, wenn ich mich als weibliches Wesen identifiziere, so bin ich keine Frau. Ich kann keine Periode bekommen, nicht schwanger werden und keinen weiblichen Orgasmus empfinden. Das würde auch eine Gesichtsfeminisierung, Stimmband-Straffung, Brustvergrößerung oder operative Geschlechtsangleichung nicht ändern.

Wann und wie haben Sie das für sich festgestellt?
Ich war schon als Kind alles andere als ein typischer Junge. Es war hart, ständig zu hören, dass ich mich, nur aufgrund meines geborenen Geschlechts, nicht für gewisse Sachen und Kleidung interessieren darf.
Wenn man das immer wieder eingetrichtert bekommt, von den eigenen Eltern, den Kindergärtnerinnen, den Lehrern, den Mitschülern, den Medien, dann beginnt man, sich für die eigenen Gefühle, Interessen und Neigungen zu schämen.

Dieses Unverständnis wird dadurch verstärkt, dass Mädchen diese Limitationen nicht haben. Sie dürfen blau tragen, Hosen anziehen und Pirat spielen. Wenn aber ein Junge eine Prinzessin sein will, oder sich für Kleider begeistert, geht die Welt unter. Die fehlende Gleichberechtigung beginnt mit dieser Ungleichbehandlung, mit der
alles weiblich Konnotiertes exklusiviert, glorifiziert, mystifizieren, aber eben auch abgewertet wird.
Inwiefern ist es eine Befreiung, so leben zu können – und inwiefern möglicherweise auch eine Last?
Nicht nur mein Geist, auch mein Körper hat sich immer gegen das Leben als Mann gewehrt. So wurden meine Östrogen-Rezeptoren nach der Pubertät nicht vom Testosteron zerstört. Mein Körper produziert sehr viel natürliches Östrogen, so dass eine weibliche Hüfte, Taille und ein Busen entstanden, ganz ohne Hormontherapie.

Ich hab auch keine Haare auf der Brust, sehr wenig Bartwuchs, eine weibliche Körperbehaarung und Fettverteilung.
Früher habe ich das durch gezieltes Krafttraining wegtrainiert. Heute genieße ich meinen Körper.
Ich liebe meine langen Haare, schminke mich, wenn ich Lust habe und trage die Kleidung, die zu meiner Figur passt – ganz egal, ob diese in der Männer- oder Frauenabteilung zu finden ist.
Ich trage keine Perücke, muss nichts ausstopfen, und verstelle meine Stimme nicht.

Ich glaube, genau diese Authentizität ist es, die mich relativ frei leben lässt.

Weiblichkeit ist nichts, für das man sich schämen muss.

Ich lebe meine Emotionen, höre auf meine Gefühle, ich weine, wann mir danach ist, aus Freude oder wenn es mir schlecht geht und lasse Angst zu.
Es ist unbeschreiblich befreiend, nicht ständig stark sein zu müssen, nicht über
alles die Kontrolle zu haben, kreativ und verrückt sein zu dürfen.

So viele Männer schreiben mir jede Woche, dass sie mich für meine Freiheit beneiden, während sie ein heimliches Doppelleben führen und den Ausgleich in Fake-Identitäten im Internet, Fetische und Dominas suchen.

Die auferlegten Rollenbilder schränken die Menschen ein und macht sie krank. Besonders die Männer, die noch viel stärker in ihrer Welt gefangen sind.
Paradox ist, dass gerade Frauen ein Problem mit nicht binären Menschen haben, obwohl viele von ihnen unbewusst schon lange nicht binär leben. Sie infiltrieren zunehmend männliche Bereiche, bestehen auf „Selbstbestimmung“, dominant oder submissiv zu sein, bedienen sich nach Lust und Laune am Kleiderschrank des anderen Geschlechts, tragen auch mal kurze Haare, kein Make Up, Hosen und flache Schuhe, ohne deswegen als Crossdresser oder Transvestit beschimpft zu werden, aber verlangen vom Mann, dass er nach altertümlichen, uns von den christlichen Missionaren aufgezwungenen Stereotype lebt.

Erfüllt man das nicht, gilt man als abartig, schwul bzw. tuntig und wird allerhöchstens als Kumpeltyp toleriert, kommt aber als Sex- und Lebenspartner nicht infrage. Make Up und Kleider sehen Frauen als ihr Exklusivrecht und sie zeigen keinerlei Verständnis, wenn sich Mann dafür interessiert.
Seitdem ich in meiner Gender-Kampagne wöchentlich auf den Social Networks über mein nicht binäres Leben berichte, mich schminke und femininer kleide, haben sich die meisten meiner Freunde von mir abgewandt.
Der Großteil meiner Familie denkt, ich habe ein psychisches Problem oder eine Midlifecrisis und auch viele regionale Kunden haben deswegen die Zusammenarbeit mit meiner Firma gekündigt.
In meiner Heimatstadt, in der ich auch politisch aktiv war, wurde ich, statt sich meines KnowHows im Bereich Film, Kultur und Marketing zu bedienen, stets klein gehalten und vor jeder Gemeinderatsitzung ermahnt, dass ich mich korrekt, also mit Anzug, zu kleiden habe, während Frauen sogar im sommerlichen Kleid kommen konnten.

In der Wirtschaftskammer Branchenvertretung, in der ich zuletzt an der Spitze der Funktionäre saß, hat man mich bei den letzten Wahlen als Spitzenkandidat wortlos übergangen.
Die Verweigerung binärer Geschlechterrollen macht manche Leute richtig aggressiv:

Ich „genderverwirrter Idiot“ soll doch besser „die Fresse halten“, aus meiner Heimat verschwinden, sonst würde man mich beruflich zerstören. Freaks wie mich sollte man vergasen. Sogar einige Morddrohungen habe ich in den letzten Jahren
erhalten. Ich wäre eine Schande für meine Eltern und würde meinen Kindern durch meine Lebensweise schaden.
Auch, wenn es nur Einzelfälle sind, so ist die Liste der Angriffe, Übergriffe und Diskriminierungen mittlerweile lang. Meine Expertise wird seither öfters hinterfragt und mein Wissen angezweifelt.

Frauen kennen das ja aus unserer patriarchischen Berufswelt und Gesellschaft.
Gesellschaftlich-politische Dinge, Hürden etc.

Ich bin kein Transvestit, kein Crossdresser, bin weder transsexuell, noch intersexuell und nicht in Transition.

Immer wieder versucht man mich zu kategorisieren – nicht nur transphobe Menschen, sondern auch die LGBT+Community.
Trans-Frauen haben ein großes Problem mit mir. Ich würde mit meiner Lebens- und Sichtweise ein schlechtes Licht auf sie werfen. In ihrem Wettbewerb um die größtmögliche Weiblichkeit und bei all dem, was sie an Operationen über sich ergehen lassen mussten, aber trotzdem an ihrem Traum, als „echte“ Frau wahrgenommen und behandelt zu werden, scheitern, ist es schwierig, jemanden wie mich zu akzeptieren.
Sie kritisieren jedes Foto, das ich poste, stellen falsche Behauptungen auf, dass mein Gesicht oder mein Busen operiert sei, zerpflücken meine Texte und rufen schon mal bei Redaktionen an, um zu verhindern, dass meine Story publiziert wird.

Transsexualität wurde von der WHO mittlerweile als psychische Erkrankung bzw. Identitätsstörung entfernt, aber trotzdem benötigt man in Österreich eine psychologische sowie psychiatrische Diagnose und mehrjährige psychotherapeutische Betreuung, um das Geschlecht sowie den Namen ändern zu lassen, Hormone verschrieben zu bekommen bzw. geschlechtsangleichende, operative Eingriffe vornehmen zu lassen.
Als nicht binärer Mensch blieb mir das erspart. Es genügte ein medizinisches Gutachten, dass ich gesund bin und keine psychische Erkrankung habe, um das Geschlecht in meiner Geburtsurkunde, im Pass und anderen
Dokumenten ändern zu lassen.

Meinen männlichen Namen, wobei Alex ohnehin unisex ist, habe ich behalten,
obwohl dies gesetzlich nicht erwünscht ist. Statt dem von mir präferierten „X“ für Divers, habe ich nun ein „F“ für
Weiblich stehen. In unserem Land ist das „X“ leider nur für geborene Intersexuelle eine neue Option, wobei ich mittlerweile nicht binäre Personen kenne, die dies am Standesamt sehr wohl eingetragen bekommen haben.
Obwohl es mittlerweile über 10 Millionen nicht binäre Erdbewohner in Europa gibt, ist es bürokratisch nach wie vor ein Chaos voller Hürden und Widersprüche, die es zu überwinden gilt.
Politisch gesehen war die Türkis-Blaue Koalition gefährlich, da sie die Rechte für Trans-Menschen einschränken wollten und ihre Existenzen infrage stellten.

Wohin das führen hätte können, sie man derzeit in Ungarn. Dort kann man Transgender, Schwule und Lesben sogar die medizinische Behandlung, Versicherung und Job verweigern, was Angriffe und Diskriminierungen legitimiert.

Es ist schrecklich, wie hasserfüllt die Gesellschaft geworden ist.
Und dass, obwohl mittlerweile in der Biologie, Medizin und Wissenschaft belegt wurde, dass Geschlecht ein Spektrum ist – viel zu komplex, um es nur in XX- sowie XY-Chromosomen bzw. in Mann und Frau zu unterteilen.
Der Übergang ist fließend.

Zur Person:
Alexander Hölzl ist eine 42-jährige Regisseurin, Produzentin, Schauspielerin, Marketerin, Journalistin, Social Media Expertin und Gender-Aktivistin, Eigentümerin der Firma Visual Kings e.U.,
Vater von 4 Kindern, verlobt und leidenschaftliche Jeep-Fahrerin,
Mountainbikerin sowie Hawaiihemden-Trägerin mit Waffenschein und Colt Python Sammlung.
Ihr größter beruflicher Erfolg war die WebTV Serie „Paradise Island“ (2006-2008), die in Mexiko gedreht wurde und in der sie die
männliche Hauptrolle spielte. Mit über 1.400.000 Zusehern zählt die Serie als WebTV-Pionier und ist bis heute eine der meistgesehenen
fiktionalen Online-Serien.
Akademischer Abschluss: MA in TV & Filmproduktion an der Donau Universität Krems

Social Media Seiten:
www.facebook.com/alexanderhoelzlofficial
www.instagram.com/alexanderhoelzl

 

6 Kommentare zu „Mein Sohn trägt Kleider

  1. Jeder sollte das tragen dürfen wonach ihm ist. Wenn dein Sohn Kleider tragen möchte, dann sollte er das tun.

    Mit freundlichen Grüßen
    Miss Katherine White
    work – life – balance
    https://www.miss-katherine-white.com/mein-blog-ist-jetzt-1-jahr-alt/

    1. Leider gibt es Eltern, die es nicht möchten, weil Kleider nur Mädchen tragen.

        1. Ja, das ist es.
          Leider ist es jedoch sowohl durch die Erziehung als auch durch die geschlechtergetrennten Abteilungen vorgegeben

  2. Simone Langner 2. Oktober 2020 — 21:29

    Mein erster Sohn wird nun bald 5, und ich habe ihn nie eingeschränkt, was er anziehen kann oder darf. Wieso auch. Er mochte sehr gerne rosa, er liebte das Frozen-Kleid und wollte zu Fasching Prinzessin Lillifee sein. Durfte er alles. Gleichzeitig liebte er schon immer Traktoren und seit einiger Zeit Bagger über alles und diese blöden Pistolen mit den Schaumstoff-Pfeilen. Und „My Little Pony“. Inzwischen ist grün seine Lieblingsfarbe und er will unbedingt Baggerfahrer werden. Und er liebt PY Masks und Barbie’s Dreamtopia und Mia and Me. Er ist kein Stereotyp als Junge, sondern er darf ganz nach seinem Geschmack entscheiden. Habe ich überhaupt keine Probleme damit, unsere Umwelt da schon eher. Und auch meinen zweiten Sohn werde ich, was geschlechtsspezifische Dinge angeht, neutral erziehen. Denn wie du so schön schreibst, meine Tochter darf auch „jungentypische“ Dinge tun oder Kleidung tragen. Wenn sie das darf, dann dürfen meine Söhne auch entscheiden, was sie schön finden und was nicht. Meine Tochter wurde als sie klein war immer für einen Jungen gehalten (sogar, als sie ein gehäkeltes, babyrosa Kleid trug), und mein Mittlerer immer für ein Mädchen.
    Vielleicht sollten wir uns alle mal überlegen, was wir unseren Kindern vermitteln wollen, moderne Werte wie Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer Menschen und vor allem die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse? Oder antiquiertes Gedankengut a la rosa ist nur für Mädchen und Mädchen spielen kein Fußball?

    1. Wow, das ehrt mich sehr, das du so viel von deiner Familie mit mir und den Lesern teilst.

      Mädchen wird viel mehr zugestanden – warum nicht auch Jungen?
      Warum ist das Geschlecht so wichtig?

      PS die erste Farbe, die mein 5-jähriger Sohn aussprechen konnte, war lila.
      Heute ist seine Lieblingsfarbe grün, lila und bunt

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